Das patentierte VELAN Wirkprinzip

Die Haut ist ein sensibles Organ. Freie Nervenendigungen in der obersten Hautschicht sind für die Sensibilität der Haut verantwortlich. Außerdem besitzt die Haut in den oberen Schichten Sinneskörperchen, mit denen Druck, Vibration, Berührung, Temperatur und andere Sinnesreize wahrgenommen werden können. Aber kann die Haut auch schmecken und riechen? In der Tat wurde vor kurzem nachgewiesen, dass die Haut auch Geruchsrezeptoren und Geschmacksrezeptoren besitzt. Dies ist erstaunlich und zunächst schwer zu verstehen, weil wir mit der Haut ja nicht riechen und schmecken. Das eigentliche Riechen findet in der Nasenschleimhaut statt, das Schmecken auf der Zunge und im Rachen.

Bitterstoffrezeptoren

Besonderes Aufsehen erregte in den letzten Jahren die Entdeckung, dass bestimmte Geschmacksrezeptoren, die Bitterstoffrezeptoren, nicht nur im Mund und Rachenraum vorhanden sind, sondern auch in den Bronchien der Lunge vorkommen. Eine amerikanische Arbeitsgruppe fand heraus, dass die Bindung von Bitterstoffen an Bitterstoffrezeptoren in der Lunge zu einer Erweiterung der Bronchien führt. Dies kann u.U. in der Behandlung des Asthma bronchiale genutzt werden.

Mittlerweile haben verschiedene Arbeitsgruppen das Vorhandensein von Bitterstoffrezeptoren auch in anderen Geweben untersucht. Wissenschaftler des Forschungszentrums „skinitial“ an der Universität Freiburg konnten zeigen, dass auch die Haut Bitterstoffrezeptoren besitzt. Pflanzliche Bitterstoffe aus dem Enzian können an diese Bitterstoffrezeptoren binden und einen Calciumeinstrom in die Hautzellen bewirken. Dies regt in der Haut die Bildung von Lipiden und Proteinen an, die entscheidend am Aufbau der Haut beteiligt sind. Dabei entsteht an der Haut weder ein bitterer Geschmack, noch ein unangenehmes Gefühl.

Die äußerliche Anwendung von Bitterstoffen kann deshalb die Ausbildung einer gesunden Hautbarriere unterstützen.

Bitterstoffe sind somit interessante natürliche Wirkstoffe für die Pflege empfindlicher, zu Trockenheit neigender Haut.

Dieses Wirkprinzip ist unter EP2865421 „Bitterstoffe für die topische Verabreichung“ patentgeschützt.

Geruchsrezeptoren

Erstaunlicherweise sind Geruchsrezeptoren nicht nur in der Nase, sondern auch in anderen Geweben des Körpers vorhanden, unter anderem auch in der Haut. Sie haben dort jedoch nicht die Aufgabe, Geruch im klassischen Sinn zu vermitteln. Vielmehr führt die Bindung von Geruchsstoffen an Rezeptoren der Haut dazu, dass Wachstums- und Regenerationsvorgänge gefördert werden. Es ist also vorstellbar, dass bestimmte Duftstoffe, die in der Haut an Duftstoffrezeptoren binden, ganz bestimmte heilsame Wirkungen an der Haut entfalten.

Ein Problem bei den synthetischen Duftstoffen  ist jedoch, dass sie nach Nickel zu den zweithäufigsten Kontaktallergenen zählen und dass deshalb die verwendeten Duftstoffe sorgfältig ausgewählt werden müssen.

Auch bei reinen ätherischen Ölen müssen mögliche Allergene beachtet werden und sie sollten in der Regel nur in einer Konzentration von maximal 1% eingesetzt werden.